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Maker's Mark

Maker's Mark

Ineffizienz trägt einen großen Namen: Maker´s Mark

Richtig gelesen, Die US-Amerikanische Bourbon Größe ist – was die Abläufe in ihrer Destillerie anbelangt – dermaßen ineffizient, dass es einem Betriebswirtschaftler die Haare aufstellt. Und das Schlimmste dabei ist, die sind auch noch stolz drauf!

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Nicht falsch verstehen, Maker´s Mark gehört wirklich zu den großen US Brennereien mit über 40 Lagerhäusern à 50.000 Fässern. Allerdings wird hier sehr, sehr wenig Arbeitskraft von Maschinen übernommen. Hier gilt immer noch Manpower!

makers_mark_distillery_1200x630
Natürlich verweisen viele Brennereien immer wieder auf „ihre Liebe zum Detail“ oder „handcrafted Spirits“. Bei Maker´s Mark ist das aber keine hohle Floskel, sondern täglich Brot. Hier werden die Labels von Hand mit einer antik anmutenden Druckerpresse gedruckt.
Makers_Mark_Label_Drucker

Das Wachssiegel wird hand-gedippt.

Siegel_Dippen

Und die mörderschweren Fässer von Hand in die Rig Warehouses gerollt.

Rick_Warehouse_Fass_Rollen
Um trotzdem der gewaltigen Nachfrage nach Maker´s Mark gerecht zu werden wird im Schichtbetrieb, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche produziert. Nur im August gibt es einen shut down, eine Arbeitspause. Ansonsten herrscht das ganze Jahr über in Loretto, Kentucky Hochbetrieb.

Die Geschichte?

HIstorisches_Bild

Hier ist es ein wenig diffizil zwischen historisch Belegtem und Marketing zu unterscheiden. Wir haben hier – denke ich – eine recht gesunde Mischung gefunden.
And that´s the story:
Die Prohibition endete gerade, da legte man sich beim Familienbetrieb T.W. Samuels Distillery bereits wieder mächtig ins Zeug und produzierte nach dem 170 Jahre alten Familienrezept seine Rachenputzer (im wahrsten Sinne des Wortes!). Das genügte Bill Samuels Senior seinerzeit nicht. Er konnte mit dieser Art von „Rough-and-Ready-Bourbon“ nichts anfangen. Deshalb stieg er 1943 aus dem Familien-Business aus und unternahm eigene Schritte in die Welt der Spirituosen, in dem er die alte – runtergekommene Burks Spring Distillery wieder herrichten ließ. Mit nichts als der Idee im Kopf, wie ein Bourbon schmecken soll machte er sich ans Werk .... als Bäcker!

Der unorthodoxe Weg

Bill Senior ging dabei ein durchaus beachtliches Risiko ein. Er stand mit seinen eigenen Geldmitteln hinter seinem Projekt. Und ein paar Jahre zu warten, wie sich der frisch gebrannte Whisky letztendlich in 2 oder mehr Jahren präsentieren würde, war einfach nicht drin.
Deshalb ging Mr. Samuels einen recht ungewöhnlichen Weg um seine Experimente mit Mash-Bills etwas zu beschleunigen. Er transferierte die Maische-Rezepte 1:1 auf gebackenes Brot. Und so entdeckte er im Laufe zahlloser Versuche, dass Brotlaibe aus rotem Winterweizen wesentlich verträglicher und milder am Gaumen waren als ihre gebackenen Pendants aus Roggen.

Erst jetzt war er bereit die bereits geschlossene Maker´s Mark Destillery in Loretto, Kentucky zu renovieren. Hier startete Maker´s Mark mit Bill Samuels Mash Bill. Die erste Flasche Maker´s Mark wurde 1959 abgefüllt und in rotes Siegelwachs gedippt. Seit jeher reifen die M&M´s etwa sechs Jahre in ihren Fässern.
Die Idee zum Flaschendesign und zum eingängigen Namen stammt übrigens von Mrs. Margie Samuels der Ehefrau von Bill.

Der historische Gegenentwurf

Nun, soweit zur schönen Marketing-Geschichte über Maker´s Mark. Der Gegenentwurf sieht ein wenig anders aus. Mr. Bill Samuels Senior war seinerzeit Miteigentümer der T.W. Samuels Distillery. Der Haupteigentümer Robert Block, veräußerte die Brennerei allerdings im Jahr 1943 und kickte damit Mr. Samuel aus dem Geschäft. Dieser sah sich gezwungen sich für seinen Lebensunterhalt mehrere Jahre als Bäcker zu verdingen. Entscheidend für Bill Seniors Weg zurück zum Bourbon war seine Bekanntschaft zu Julian Van Winkle (dem Vorreiter der Weizenmaische in den USA), der gemeinsam mit ihm für das Rezept des Maker´s Mark Bourbons verantwortlich ist. Über die Jahre ließ Mr. Samuels die stillstehende Burks Spring Distillery bei Loretto wieder herrichten und begann mit der Produktion. Allerdings ruhte er sich nie auf den Lorbeeren seiner Vorfahren aus und verwies auf irgendein altes „traditionelles“ Rezept. Nein, er kreierte seine eigene Mashbill.

Nun, welche Geschichte letztendlich den Tatsachen entspricht, wer weiß das schon?

Der Weg an die Spitze

Wie schafft man es vom Geheimtipp zum Szene-Drink?
Fakt ist, dass der Maker´s Mark zur damaligen Zeit etwas ganz Außergewöhnliches war. Kein Rachenputzer, der einem das Zäpfchen verbrannte und wie flüssiges Feuer den Gaumen hinunter rann, sondern ein Liquid, das sich samtweich mit filigranem Aroma- und Fruchtspiel an die Zunge schmiegte. Das konnte man von seinen Bourbon-Zeitgenossen sicher nicht behaupten.

Cowboy_und_Whiskey
Dementsprechend gestaltete man das Marketing und reihte den MM von Beginn an in die Kategorie „Premium-Whisky“ ein (übrigens der erste seiner Art in den USA). Galten zur damaligen Zeit lediglich Cognac oder Scotch als elitäre Getränke für die oberen Schichten, gab es jetzt auch einen Bourbon, der von sich behauptete „it tastes expensive and it is“ (Er schmeckt teuer und das ist er auch).

Werbung_Expensive
Seinen Durchbruch feierte MM in den Achtziger Jahren, als es gelang, genau die gewünschte Klientel zu erreichen und zwar dadurch, dass der Bourbon auf Flügen ausgewählter Airlines ausgeschenkt wurde. Schließlich widmete das Wall Street Journal dem Bourbon aus Loretto einen sehr langen Artikel, der MM landesweit zu Berühmtheit verhalf und die Verkaufszahlen nach oben katapultierte. Heute gehört Maker´s Mark zu den Großen im Bourbon Business.

Von der Ähre in die Flasche – The Maker´s Way

Kurz gesagt, trotz der enormen Menge an jährlichem Bourbon-Output, ist man in Loretto noch immer schockierend traditionsbewusst. Anstatt die gewohnten Produktionsschritte der steigenden Nachfrage anzupassen, verändert man nicht die Prozesse sondern vervielfältigt einfach die Produktionsanlagen und damit auch die Zahl der Mitarbeiter. So kamen zur ersten, ursprünglichen Column-Still bis dato noch 2 identische hinzu (die letzte in 2015).

Das Credo – dont´t be bitter!

Schon die Mash Bill zeigt das Grund-Credo von Maker´s Mark: „don´t be bitter“. Dafür verwendet man auch zu 16% roten Winterweizen – der enthält weniger Bitterstoffe und ist wesentlich fruchtiger als Roggen, dazu kommen 70% Mais und 14% gemälzte Gerste.

Die Getreidelieferung

Der rote Winterweizen wird nicht etwa über eine globale Getreidebörse gekauft, nein es gibt genau einen Familienbetrieb in der Nähe der Brennerei, der das Privileg genießt, Maker´s Mark beliefern zu dürfen.

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Auch beim Mais und bei der Gerste steht die Bourbon Größe aus Loretto bei den Getreidebauern in dem Ruf, besonders heikel zu sein. Lieferungen die bei anderen Destillerien anstandslos durchgewunken werden, scheitern immer wieder an MM´s Eingangs-Qualitätskontrolle und werden nicht durch- sondern weiter gewunken. Nach dem Motto: nicht gut genug für uns, die anderen werden´s schon nehmen.

Das Maischen

Nachdem es das Getreide nun durch die penible Qualitätskontrolle bei Maker´s Mark geschafft hat, durchläuft das Korn die hauseigene Walzmühle in der es zu recht grobem Schrot verarbeitet wird. Anschließend geht es zum sorgfältig überwachten Kochvorgang (aus Rücksicht auf die empfindlichere Weizen-Maische wird unter Normaldruck, nicht unter Überdruck gekocht). Das verlängert zwar den Kochvorgang auf etwa 8 Stunden, ist es den Machern von MM allerdings allemal wert, weil so das einzigartige Aromaprofil erhalten bleibt.

Die Fermentation

Nach dem Maischen folgt nun die Gärung in ihren über 100 Jahre alten Fermentern aus Zypressenholz. Die hier verwendeten Hefestämme stammen noch aus Prä-Prohibitionszeiten und werden seit jeher von Maker´s Mark gehegt und gepflegt. Dieser Fermentationsvorgang kann bis zu 78 Stunden lang dauern.

Der Brennvorgang in den Column Stills

Und nun wird´s spannend, der Beginn des Brennvorgangs.
Zuerst wandert die Maische durch eine von drei zu 100% aus Kupfer bestehenden Brennsäulen, die übrigens zu den kleinsten in der US-Whiskey-Industrie gehören.

Makers_Mark_Receiver

Die Holzfässer

Weiter geht´s bei den Fässern: die Holzdauben dafür werden vor der Weiterverarbeitung 9 Monate bis 1 Jahr unter freiem Himmel gelagert. Wind und Wetter waschen dabei die im Holz enthaltenen Tannine (Bitterstoffe) fast gänzlich aus. Nach der Wind-und-Wetter-Lagerung werden die Fässer nun zusammengefügt und am Ende für maximal 40 Sekunden ausgeflammt.

Die Fasslager

Der Maker´s Mark Whisky – man entschied sich seinerzeit bewusst für die schottische Schreibweise – reift in den siebenstöckigen Warehouses etwa 6 Jahre in seinen Fässern aus grobporiger Amerikanischer Weißeiche. Wobei Warehouse ein großes Wort für ihre Holz-Wellblech-Verschläge sind. Diese Bauweise wird allerdings bewusst gewählt, weil dadurch die Reifefässer und mit ihnen ihr kostbarer Inhalt den Unbilden des Klimas ausgeliefert sind und wesentlich intensiver mit der Umgebung interagieren. Maker´s Mark besitzt – wie oben bereits erwähnt – über 40 von diesen Wellblechbuden, die jeweils 50.000 Fässern eine Heimstatt bieten. Und natürlich sorgen hier keine Gabelstapler oder andere maschinelle Hilfsmittel für den Fasstransport, das entspräche nicht dem „Maker´s Way“. Nein das wird von kräftigen, wirklich kräftigen Herren von Hand erledigt. Die Fässer werden an ihren jeweiligen Platz gerollt und mit Hilfe einer fußbetriebenen Hydraulikpumpe bis in das siebte Stockwerk verfrachtet. Und natürlich ist während der Reifephase, wenn das ein oder andere Fass probiert werden muss, auch wieder Manpower gefragt. Neu befüllte Fässer lagern ganz oben, je älter je niedriger die Lagerstufe.

Makers-Mark-Distillery-Makers-Mark-Cellar-Holds-up-to-2000-Barrels

 

Am Rande notiert

Die MM Reifefässer gehen nach ihrem Ersteinsatz, der den Gesetzten nach auch ihr letzter in der Bourbon-Herstellung ist, direkt nach Islay zu Laphroaig.

Das Terrain um die Brennerei ist äußerst weitläufig. Das liegt aber nicht daran, dass man sich bei Maker´s Mark als Grundstückspekulant verdingt, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass man eine Whisky-Hauptzutat vor schädlichen Auswirkungen schützen will, das Grundwasser. Und so kontrolliert man ein weitläufiges Areal um das kostbare Nass rein zu halten.

Quelle

Maker´s Mark versuchte Ende 2012 den Alkoholgehalt ihrer Standardversion (des 45% vol. – auch als „Red Seal“ bekannt) um 3 Prozentpunkte nach unten herabzusetzen. Sah sich allerdings solch massiven Internet-Protesten ausgesetzt, dass man ziemlich schnell zurückruderte und alles beim Alten beließ.

Innovationsfreude wurde bei Maker´s Mark – zumindest in der Vergangenheit – nicht besonders groß geschrieben. Und so produzierte man über 50 Jahre lang ein und denselben Whisky. Zugegeben, äußerst erfolgreich, aber Marketing sieht anders aus. Mittlerweile hat man das Standardsortiment zumindest schon einmal um den Gold- und den Black-Seal erweitert und editiert auch die ein oder andere Fass-Stärke Abfüllung.

Lernen Sie die Welt des US-Amerikanischen Whiskeys ganz persönlich für sich kennen und überzeugen Sie sich von der Handwerkskunst der Borbon-Kreateure.

Viel Spaß dabei

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